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COSPAS-SARSAT Satelliten System

Aufgabe / Ziel des COSPAS SARSAT Systems

Funktionsskizze Cospass-Sarsat Die Skizze zeigt den Weg eines Notsendersignals, vom EPIRB/ELT/PLB zm Satelliten, weiter zur Bodenstation, von dort zu den SAR-Rettungskräften vor Ort.

Die Ortung und Positionsbestimmung von verunglückten Flugzeugen und Schiffen sowie die schnellstmögliche Rettung der Verletzten.

Studien hatten gezeigt, dass etwa 90% der Verletzten eines Flugzeug­absturzes die ersten sechs Stunden überleben. Nach zwei Tagen liegt deren Überlebenschance bei nur noch 10%. Ähnliche Zahlen gelten für die Seefahrt.

Auf Basis dieser Fakten beschlossen 1979 die USA, UdSSR, Canada und Frankreich, ein Satelliten gestütztes Ortungssystem für Notsender zu entwickeln und zu betreiben (COSPAS-SARSAT) (Abkürzungen werden am Ende erklärt).

Notsender gab es schon seit vielen Jahren für die Luftfahrt, soge­nannte ELTs, die im Notfall Signale zur Peilung auf 121,5 MHz bzw. 243 MHz aussenden. Am 9. September 1982 wurden die ersten drei Personen im Norden Kanadas nach einem Flugzeugabsturz durch das Satelliten-System geortet und gerettet.

1988 entschlossen sich die Staaten der IMO, eine eigene, weltweite Frequenz für Notsender zu reservieren: 406,000 bis 406,100 MHz. Von der Industrie wurden entsprechende Sender entwickelt und zugelassen. Ab 1991/92 wurde die Ausrüstung der Berufsschifffahrt mit 406 MHz Notsendern zu Pflicht.

Das Segment im All / Satelliten

COSPAS SARSAT Satelliten Konstellation Darstellung der Sateliten, geostationär und polar-orbital erdumkreisend.

COSPAS-SARSAT hat bewiesen, dass eine weltweite, flächendeckende Überwachung zur Ortung von Notsendern eine erheblich beschleunigte Rettung zur Folge hat. Dafür werden niedrig fliegende Satelliten in polar-orbitaler Umlaufbahn in ca. 800-1000km Höhe eingesetzt (LEOSAR) und geo-stationäre Satelliten (GEOSAR) in ca. 36.000km Höhe eingesetzt.

Im 2008 besteht das LEOSAR-System aus sechs erdumkreisende Satelliten. Dadurch wird ein Überflug jedes Punktes der Erde nach spätestens ca. 45-60 Minuten gewährleistet. Die Bestimmung der Position erfolgt durch die Nutzung des "Doppler-Effektes". Dabei sind jedoch Ungenauigkeiten systembedingt. Durch die Ingeration von GPS Empfängern in den neuen EPIRBs fällt dieser Nachteil weg.

Eine Alarmierung innerhalb weniger Minuten war in den meisten Fällen nicht möglich (ca. 45 Minuten Wartezeit auf Überflug eines Satelliten am Äquator, in den europäischen Breiten ca. 25-30 Minuten).

Zur Behebung dieser Nachteile wurde das COSPAS-SARSAT-System mit den GEOSAR-Satelliten 1996/97 erweitert:

1: Eine sofortige Alarmierung gewährleisten die z. Zt. fünf geo-stationäre Satelliten (GEOSAR) in ca. 36.000 km Höhe über dem Äquator. Sie decken mehr als 80% der Erdoberfläche ab (ausgenommen sind die Polkappen).

2: Übermittlung genauer Koordinaten durch integrierte GPS-Empfänger in den Notsendern neben dem individuellen Notsender-Code auf 406 MHz.

Abkürzungen

Abkürzungen finden Sie auf dieser Seite erklärt

COSPAS SARSAT Rettungskette Ablaufschema der Rettungskette im Satelliten-System zur Ortung von Notsendern

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